Veranstaltungen

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Hier findet ihr die Veranstaltungen im Rahmen des Projekts „How to score a Youth Goal“

How to … Jugendziele erreichen: Bericht von einem internationalen Training

Ein Bericht von Angelina aus dem Jump-Team

Der Workshop „Youth Goals Training Camp“, organisiert im Rahmen des ERASMUS+ Projekts „How to score a Youth Goal“, bot eine faszinierende und bereichernde Erfahrung für all jene, die sich für die europäische Jugendpolitik und ihre Umsetzung engagieren. Die Teilnehmer*innen, junge Botschafter*innen im Alter von 17 bis 27 Jahren, kamen aus verschiedenen EU-Ländern zusammen, um sich für eine stärkere Implementierung der 11 europäischen Jugendziele stark zu machen.

Freitag, der 27. Oktober 2023, begann mit aufregenden Kennenlernspielen und Teambuilding-Übungen. Unter dem Namen „Mission Impossible“ wurden zahlreiche Aufgaben in einer bestimmten Zeit gemeinsam in einer fesselnden Atmosphäre gemeistert. Diese Aktivitäten waren der Auftakt für ein Wochenende voller intensiver Diskussionen, Vorbereitungen von Reden und dem Eintauchen in die politische Welt. Aber nicht nur das, es bot uns auch die Möglichkeit, die Jugendorganisationen der repräsentierten EU-Länder vorzustellen und Unterschiede und Gemeinsamkeiten innerhalb der EU-Länder und deren politischer Jugendarbeit festzumachen.

 

Am darauffolgenden Samstag tauchten wir tief in die festgelegten europäischen Jugendziele ein. In einer begeisterten Atmosphäre richteten wir unseren Fokus auf „Moving Rural Youth Forward“, „Quality Employment For All“, „Quality Learning“ und „Space and Participation For All“. Alle Teilnehmer*innen bereiteten leidenschaftliche Reden über die Jugendziele vor und traten in die Rolle von Politiker*innen, während andere die Rolle der Presse übernahmen.

Spannende Diskussionen über die Herausforderungen bei der Umsetzung dieser Ziele folgten, begleitet von Beispielen aus den verschiedenen Ländern, die eindrucksvoll zeigten, wie politische Bewegungen sowohl von jungen Menschen als auch von Politiker*innen angeführt werden können.

Am Sonntag setzten wir uns dann mit den grundlegenden Eigenschaften, Fähigkeiten und Kompetenzen auseinander, die ein*e Jugendführer*in benötigt. In simulierten Gerichtsverfahren entwickelten wir ein Gefühl dafür, wie man für bestimmte Positionen argumentiert. Mit unseren soweit erworbenen Kenntnissen fingen wir dann an, uns zu überlegen, wie wir die „Youth Goals“ in unseren lokalen Gemeinden und Ländern umsetzen können.

Aber nicht nur das, ein Höhepunkt war auch der Besuch des Futuriums in Berlin, wo wir uns im Regierungsviertel mit den Zukunftsperspektiven auseinandersetzten, bevor wir die Möglichkeit hatten, die Stadt zu erkunden und zu erleben.

Montag bot dann Raum für intensive Gruppenarbeit, an welcher wir an unseren konkreten Aktionsplänen arbeiten konnten, die von der Steigerung der politischen Beteiligung junger Menschen bis hin zu „Fishbowl“-Diskussionen mit Politiker*innen reichten.

Der Workshop endete mit einem „Open Space“, der es uns ermöglichte, die gewisse Zeit nach unseren Interessen zu gestalten, weshalb wir uns unter anderem über Bücher, Podcasts etc. austauschten. Dies wurde gefolgt von einer ausführlichen Reflexion über das viertägige Training.

Insgesamt war es eine aufregende und fesselnde Zeit, in der wir nicht nur Wissen erworben, sondern auch wertvolle Beziehungen untereinander aufgebaut haben, um die Jugendziele auf regionaler und nationaler Ebene umzusetzen.

 

Bericht zum internationalen Seminar „Scoring a Youth Goal: Do’s and Don’ts“ in Kroatien

Der 4-tägige Trainingskurs „Scoring a Youth Goal: Do’s and Dont’s“ fand vom 11. bis 14. Juli* in Zadar (Kroatien) statt und wurde vom Kroatischen Jugendring organisiert. Die Schulung wurde von einem Team von Ausbilder*innen durchgeführt, die von zwei Projektorganisationen kamen: DYPALL und dem Kroatischen Jugendring.

Die Teilnehmenden hatten:

  • die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten in den Bereichen Netzwerkarbeit, Zusammenarbeit und Interessenvertretung zu erwerben/auszubauen;
  • Wissen über Modelle/Mechanismen der Jugendbeteiligung und des politischen Dialogs im Bereich Jugend und nicht-formales Lernen erlangt;
  • die Möglichkeit erhalten, sich über die besten Praktiken zur Umsetzung der Jugendziele in verschiedenen EU-Ländern zu informieren;
  • verschiedene Fähigkeiten erworben, die für die Umsetzung der Europäischen Jugendziele nützlich sind;
  • die Möglichkeit gehabt, 4 aufeinanderfolgende Tage in einem internationalen Umfeld zu verbringen.

Starke junge Stimmen in Europa – darum ging es die letzten Tage in Zadar (Kroatien). Unsere Delegierte Özge Erdogan, Nina Hartmann, Daria Strokan und Thomas Zhou konnten dort mit vielen jungen Engagierten aus Österreich, Spanien, Portugal, Kroatien und Serbien im Rahmen des Projekts „How to score a youth goal“ über die Beteiligung junger Menschen in der EU sprechen.

Dabei konnten sie wertvolle Eindrücke aus ganz Europa gewinnen, sich mit den anderen Jugendorganisationen über die europäische Jugendstrategie, best-practise-Beispiele für erfolgreiche Advocacy-Kampagnen und die Durchführung der Youth-Goals austauschen und gleichzeitig wertvolle Beziehungen aufbauen. Dabei durften die Strandabstecher und der Besuch in der Kulturstadt Zadar natürlich nicht fehlen.

Besonders beeindruckend war die Entschlossenheit und Energie der Teilnehmer*innen, die sich trotz Mangel an Ressourcen, hohen bürokratischen Hürden und politischer Widerstände für eine wirkungsvolle Vertretung der Interessen von jungen Menschen einsetzen.

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Bericht zur Veranstaltung „Jugendbeteiligung jetzt! Deine Ideen für mehr Mitwirkung in Hamburg und Europa“ am 29.06.2023 in Hamburg

Die Entscheidungen von Politiker*innen beeinflussen das Leben junger Menschen nachhaltig – in Hamburg oder Europa, und zu unterschiedlichsten Themen. Aber junge Menschen werden noch viel zu selten an diesen Prozessen beteiligt. Was muss sich ändern, damit junge Menschen wirkmächtig handeln können?

Am 29. Juni 2023 fand im Bürgerhaus Langenhorn in Hamburg eine Dialogveranstaltung zu diesem Thema statt. Junge Menschen und Fachkräfte aus Jugendverbänden, Jugendorganisationen, Jugendparlamenten und der offenen Kinder- und Jugendarbeit diskutierten dort über Jugendbeteiligung in Hamburg und ihre Hindernisse. Nach einem Input vom Bundesjugendring zu den Qualitätsstandards für Kinder- und Jugendbeteiligung und von der Sozialbehörde Hamburg zur Kinder- und Jugendbeteiligung in der Freien und Hansestadt Hamburg ging es in die Arbeitsgruppen. Dabei erarbeiteten die Teilnehmenden in zwei Arbeitsgruppen zu den Themen „Jugendbeteiligung in Jugendverbänden und der Offenen Kinder- und Jugendarbeit“ sowie „Jugendbeteiligung in Jugendparlamenten und Jugendforen“ Fragen, Anliegen und politische Forderungen, die anschließend mit Entscheidungsträger*innen aus Politik und Verwaltung aus aus Hamburg diskutiert wurden.

Mit dabei waren:

– Metin Kaya, DIE LINKE – migrationspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft

– Antje Müller-Möller, CDU Altona – Mitglied im Unterausschuss Beteiligung (Altona)

– Nadja Grichisch, GRÜNE Hamburg-Nord – Bezirksabgeordnete und Mitglied im Jugendhilfeausschuss

– Monique Kutz, Referatsleiterin Kinder- und Jugendpolitik der Sozialbehörde Hamburg

Im Dialogforum „Jugendverbände und Offene Kinder- und Jugendarbeit“ mit dem Landesjugendring Hamburg“ ging es um die Frage, wie das Recht auf Beteiligung besser und wirksamer umgesetzt werden. Einerseits gibt es die UN Kinderrechtskonvention, die Kindern das Recht auf Beteiligung zuspricht, zum anderen gibt es in Hamburg die Verpflichtung der Bezirksämter und ihrer Einrichtungen zur Kinder- und Jugendbeteiligung durch den §33 Bezirksverwaltungsgesetz. Die Teilnehmenden identifizierten Defizite in der Umsetzung der gesetzlichen Grundlagen fehlende Budgets für Bürger*innenbeteiligung auf Bezirksebene, mangelnde Zugänge und Informationen für junge Menschen zu den bestehenden Beteiligungsmöglichkeiten. Die junge Menschen, die am Dialogforum teilnahmen wünschten sich insbesondere im Kontext Schule mehr Aufklärung über ihre Beteiligungsrechte und –möchlichkeiten, mehr Zugänglichkeit über jugendgerechte Angebote und Sprache und mehr erfahrbare Politik durch schulisch initiierte Angebote (z.B. Schulausflug ins Hamburger Rathaus oder Dialogrunden mit Politiker*innen in der Schule).

Im Dialogforum „Jugendparlamente und Jugendforen“ ging es um den politischen Willen zur Umsetzung des Rahmenkonzepts zur Ausgestaltung der künftigen Kinder- und Jugendbeteiligung im Bezirk Altona. Es wurden eine fehlende Koordinierungsstelle, zu wenig finanzielle Mittel für die Umsetzung sowie langwierige haushaltspolitische Prozesse als auch das Erreichen von jungen Menschen als Herausforderungen erkannt. Die Teilnehmenden brachten das Anliegen ein, junge Menschen auch schon bei der Entwicklung des Rahmenkonzepts zu beteiligen, Jugendbeiräte in den Behörden zu etablieren und mehr Jugendparlamente in den Bezirken zu installieren.

Das Dialogforum „Beteiligung in Europa (EU-Jugenddialog)“ musste leider ausfallen.

Zum Abschluss der Veranstaltung schlossen die Entscheidungsträger*innen mit den Teilnehmenden Wetten darüber ab, wie sie sich für ihre Belange einsetzen werden. Ob und wie sie ihre Wetten erfüllen werden, könnt ihr in den nächsten Monaten auf unserer Website verfolgen.

„Ich wette, dass ich mich dafür einsetzen werde, dass auf der Webseite der Linksfraktion in Hamburg ein Button „Jugend“ erscheint, unter dem sich junge Menschen über Beteiligungsmöglichkeiten in der Politik informieren können.“

Metin Kaya, Die Linke

„Ich wette, dass ich eine Führung durch das Hamburger Rathaus für junge Menschen anbieten werde.“

Metin Kaya, Die Linke

„Ich wette, dass ich innerhalb der nächsten 6 Monate ein verbindliches Datum für eine Dialogveranstaltung auf Landesebene mit Jugendlichen aus Jugendverbänden, der offenen Kinder- und Jugendarbeit und Schulen festlege, bei dem junge Menschen von ihren Forderungen und Anliegen erzählen können.“

Metin Kaya, Die Linke

„Ich wette, dass ich es schaffe, im nächsten halben Jahr ein Termin für eine jugendpolitische Veranstaltung im Bezirk Nord mit Jugendlichen, Verwaltung und Politiker*innen zu finden, um im Frühjahr 2024 diese Veranstaltung zu realisieren.“

Nadja Grichisch, Bündnis 90/Die Grünen

„Ich wette, dass ich es schaffe, im nächsten Bezirkswahlprogramm der Grünen eine jugendgerechte Sprache zu fordern, damit junge Menschen besser über bezirkliche Beteiligungsformate informiert werden.“

Nadja Grichisch, Bündnis 90/Die Grünen

„Ich wette, dass ich eine jugendpolitische Veranstaltung mit der Jugendfeuerwehr Hamburg auf Bezirks- oder Bürgerschaftsebene veranstalten werde.“

Antje Müller-Möller, CDU Altona

„Ich wette, dass ich den Kontakt zum Schüler*innensprecher*innenteam der weiterführenden Schulen in Hamburg aufnehmen werde, um einen bezirkspolitischen Austausch mit ihnen zu etablieren.“

Antje Müller-Möller, CDU Altona

„Ich wette, dass ich veranlassen werden, dass der Unterausschuss Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in Altona in Abstimmung mit der W3 - Akademiestandort für Kinder und Jugendparlamente eine Diskussion des Rahmenkonzepts zur Ausgestaltung der künftigen Kinder- und Jugendbeteiligung im Bezirk Altona mit jungen Menschen veranstaltet wird.“

Antje Müller-Möller, CDU Altona

„Ich wette, dass ich in Abstimmung mit der landespolitischen Sprecherin prüfen werde, ob bei der Überarbeitung der Bildungspläne im Fach PGW (Politik/Gesellschaft/Wirtschaft) das Thema Kinder- und Jugendrechte und –beteiligung berücksichtigt wurde und wenn nicht, eine entsprechende Stellungnahme zu schreiben.“

Antje Müller-Möller, CDU Altona

„Ich wette, dass die Sozialbehörde Hamburg Fördermöglichkeiten für Kinder- und Jugendbeteiligungsprojekte aktiver und niedrigschwelliger bewirbt.“

Monique Kutz, Sozialbehörde Hamburg, Referatsleiterin für Kinder- und Jugendpolitik

Die Veranstaltung fand im Rahmen des „How to score a Youth Goal“ Projekts statt und wurde gemeinsam vom Deutschen Bundesjugendring (DBJR), dem Landesjugendring Hamburg und der Sozialbehörde Hamburg ausgerichtet. Außerdem waren W3 als Akademiestandort für Kinder- und Jugendparlamente und der Verband Kinder- und Jugendarbeit an der Durchführung beteiligt und moderierten die Dialogrunden.

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