In der Europäischen Union

In der Europäischen Union

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In der gesamten Europäischen Union (EU) treten junge Menschen mit politisch Verantwortlichen in den EU-Jugenddialog und diskutieren Themen und Anliegen, die ihnen wichtig sind. Auf EU-Jugendkonferenzen treffen die EU-Jugendvertreter*innen mit politisch Verantwortlichen aus der EU zusammen und diskutieren die Anliegen und Forderungen junger Menschen aus den EU-Mitgliedstaaten. So können politisch Verantwortliche in der EU die Anliegen junger Menschen in ihren politische Entscheidungen berücksichtigen.

Im EU-jugenddialog gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich zu beteiligen.

 

#EU-Jugendvertreter*innen

In jedem EU-Mitgliedstaat werden drei EU-Jugendvertreter*innen ausgewählt. Für einen Zyklus von 18 Monaten repräsentieren sie die Stimme der jungen Menschen in ihren Mitgliedstaaten. Die EU-Jugendvertreter*innen nehmen die Anliegen und Forderungen aus den nationalen Jugenddialogformaten mit auf die EU-Jugendkonferenzen und diskutieren sie dort mit politisch Verantwortlichen, wie den Jugendminister*innen der europäischen Mitgliedstaaten und Vertreter*innen der Europäischen Kommission.

#EU-Jugendkonferenzen

Die EU-Jugendkonferenzen finden alle sechs Monate statt. Jeweils in einem anderen Mitgliedstaat kommen dann die EU-Jugendvertreter*innen und Vertreter*innen der Jugendministerien aus den EU-Mitgliedstaaten zusammen. Ihre Aufgabe ist es, über die Ergebnisse und Forderungen aus den Mitgliedstaaten zu diskutieren und sie bei politischen Entscheidungen zu berücksichtigen.

#EU-Online Umfragen

Die EU-weiten Onlineumfragen stellen Fragen zu den Themen des aktuellen Jugenddialog-Zyklus. Die Ergebnisse einer europaweiten Umfrage werden auf EU-Ebene gesammelt und mit politisch Verantwortlichen bei den EU-Jugendkonferenzen diskutiert. Politisch Verantwortliche können so die Anliegen und Meinungen junger Menschen bei ihren politischen Entscheidungen mit berücksichtigen. Die Ergebnisse der Umfrage werden in Deutschland als Anstoß für Jugenddialogformate – z.B. Dialogevents mit Politiker*innen oder Workshops- verwendet.

EU-Ebene: eine Übersicht

Hier sind die wichtigsten Institutionen und Instrumente auf EU-Ebene, die beim EU-Jugenddialog wichtig sind:

Rat der EU

Beim Rat der EU, auch Minister*innenrat genannt, kommen Minister*innen aus der Europäischen Union zusammen und organisieren sich in Anlehnung an ihre politischen Spezialisierungen in Ratsformationen. Beim EU-Jugendminister*innenrat kommen dementsprechend alle Minister*innen zusammen, die in den einzelnen EU-Mitgliedsstaaten für die Jugend zuständig sind.

Schlussfolgerungen und Entschließungen des Rates der EU

Schlussfolgerungen sind offizielle vom Rat der EU verabschiedete Dokumente und enthalten politische Absichtserklärungen und Willensbekundungen, auf die sich die Mitgliedstaaten geeinigt haben. Schlussfolgerungen sind rechtlich nicht bindend und müssen nicht umgesetzt werden. Sie sind die schwächste Form einer gemeinsamen politischen Absichtserklärung der EU‐Mitgliedstaaten.

Eine Entschließung ist ein offiziell vom Rat der EU (Minister*innenrat) verabschiedetes Dokument, das politische Absichtserklärungen und Willensbekundungen enthält, auf die sich die EU-Mitgliedstaaten geeinigt haben. Eine Entschließung ist rechtlich nicht bindend, muss also nicht umgesetzt werden. Allerdings werden die in Entschließungen beschriebenen Ziele und Aktivitäten sowie deren Umsetzung in der Regel überprüft, z.B. durch Berichte der Mitgliedstaaten an die EU. Sie sind damit etwas verbindlicher als Schlussfolgerungen des Rates.

Die EU-Jugendstrategie

Die Jugendminister*innen der EU haben sich mit der EU-Jugendstrategie auf einen gemeinsamen Rahmen ihrer europäischen Jugendpolitik geeinigt. Der EU-Jugenddialog ist ein Jugendbeteiligungsinstrument zur Umsetzung der EU-Jugendstrategie in den EU-Mitgliedstaaten. Mit der EU-Jugendstrategie legen sie Schwerpunkte auf die Bereiche „Beteiligen – Begegnen – Befähigen“.

Der Europäische Lenkungsausschuss

Der Europäische Lenkungsausschuss koordiniert den EU-Jugenddialog auf europäischer Ebene. Im Lenkungsausschuss sitzen Vertreter*innen der Jugend und Verantwortliche aus Politik und Verwaltung für jeweils 18 Monate zusammen.
Die Jugend wird durch das Europäische Jugendforum und die drei nationalen Jugendringe der jeweiligen Trio-Präsidentschaft vertreten. Als Trio-Präsidentschaft wird der Vorsitz von drei ausgewählten Mitgliedsstaaten über den Zeitraum von sechs Monaten im Minister*innenrat bezeichnet. Die Trio-Präsidentschaft findet somit im Turnus statt. Das heißt, dass sich alle sechs Monate die Konstellation des Dreier-Vorsitzes ändert. Die politisch Verantwortlichen im Europäischen Lenkungsausschuss werden durch die Europäische Kommission sowie die Jugendministerien und die Nationalagenturen für das EU-Förderprogramm JUGEND IN AKTION der jeweiligen Trio-Präsidentschaft vertreten.