Gespräch mit Dr. Anna Lührmann MdB zu Plattformregulierung

Im Vorfeld des 12. Zyklus des EU-Jugenddialogs, der ab Juli 2026 das EU-Jugendziel 4 „Information und konstruktiver Dialog“ in den Mittelpunkt stellt, führten Eva-Marie Deckers (EU-Jugendvertreterin), Kim Trautmann (Geschäftsführerin vom Jugendnetzwerk Lambda) und Sebastian Dietz (Mitglied des digitalpolitischen Ausschusses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ)) am 8. Mai 2026 ein Fachgespräch mit Dr. Anna Lührmann (MdB, Bündnis 90/Die Grünen).
Im Fokus standen Fragen der Plattformregulierung sowie mögliche Altersbeschränkungen für soziale Medien. Die Projektressourcen des EU-Jugenddialogs ermöglichten die Vorbereitung und Begleitung des Gesprächs durch die DBJR-Geschäftsstelle.

Zur inhaltlichen Vorbereitung fanden im Vorfeld zwei Austauschtreffen statt. Gemeinsam entwickelten die Gesprächsteilnehmenden zentrale Botschaften für den Austausch mit der stellvertretenden Vorsitzenden des Bundestagsausschusses für Digitales und Staatsmodernisierung. Neben dem Austausch über Erfahrungen im Kontakt mit Bundestagsabgeordneten stand insbesondere die Priorisierung von zentralen Gesprächsinhalten im Vordergrund: Junge Menschen in selbstorganisierten Jugendverbänden sprechen sich gegen eine pauschale Altersgrenze auf Social-Media-Plattformen aus. Vielmehr müssen Plattformbetreiber stärker in die Verantwortung genommen werden. Zentrales Anliegen ist, dass Plattformen so ausgestaltet werden, dass sie den Schutz junger Menschen gewährleisten, ohne deren Teilhabe und Mitbestimmung im digitalen Raum unverhältnismäßig einzuschränken.
Über diese Aspekte hinaus wurde im Gespräch auch diskutiert, wie digitale Werkzeuge stärker genutzt werden können, um die digitale Teilhabe junger Menschen zu fördern und ihre Beteiligungsmöglichkeiten auszubauen.
Die ausführliche Einordnung zu Altersgrenzen auf Social-Media-Plattformen des DBJRs ist hier zu finden: Pauschale Social-Media-Altersgrenzen verkennen die digitale Realität.
