Bericht zur EU-Jugendkonferenz unter zypriotischer Ratspräsidentschaft

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Vom 18. bis 20. März 2026 fand unter der zypriotischen Ratspräsidentschaft die dritte und letzte EU-Jugendkonferenz des 11. Zyklus statt. Aufgrund der geopolitischen Lage und des Krieges im Iran musste die Konferenz kurzfristig in den digitalen Raum verlegt werden, was jedoch den intensiven Austausch zwischen den Delegierten aus ganz Europa nicht minderte.

Im Mittelpunkt der Konferenz stand das Jugendziel 1 „Die Jugend mit der EU zusammenbringen“, mit dem Leitthema „Die EU jugendfreundlich gestalten – Die Jugendfreundlichkeit politischer Maßnahmen auf nationaler und EU-Ebene sicherstellen“. Dabei diskutierten die Jugendvertreter*innen und ministeriellen Delegierten, wie europäische Politik stärker auf die Lebensrealitäten junger Menschen ausgerichtet und mit ihnen gemeinsam gestaltet werden kann. Ein zentraler Punkt war die Weiterentwicklung der EU-Jugendstrategie und die Gestaltung der neuen Programmgeneration von Erasmus+ für den Zeitraum 2028-2034.

Die deutsche Delegation, bestehend aus den EU-Jugendvertreter*innen Eva-Marie Deckers und Nevio Chodura sowie einer Melanie Schütz aus dem Bundesjugendring, Thomas Hoffmann als Vertreter der Bundesländer und Ann-Kathrin Fischer, aus dem Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ), beteiligten sich aktiv an den Diskussionen. Ein besonderes Augenmerk lag auf den zukünftigen EU-Jugendzielen, zu denen zwei Entwürfe präsentiert wurden.

Trotz positiver Aspekte, wie dem erfolgreichen digitalen Austausch und wertvollen Gesprächen in Austauschräumen, gab es auch kritische Bewertungen des Prozesses zur Erarbeitung der nächsten EU-Jugendziele. Gespräche mit Vertreter*innen der Europäischen Kommission konnten zwar positive Impulse setzen, jedoch bemängelte die deutsche Delegation die eingeschränkten Beteiligungsmöglichkeiten für junge Menschen, im Vergleich zu früheren Verhandlungen. Diese Einschränkungen führten zu Fragen hinsichtlich der Repräsentativität und Legitimität des Verfahrens.

Die nächste EU-Jugendkonferenz wird vom 27. bis 30. September 2026 als erste Jugendkonferenz im 12. Zyklus in Irland stattfinden. Sie wird sich dem Jugendziel 4 „Information und konstruktiver Dialog“ widmen und insbesondere der weiteren Verhandlungen der Vorschläge für die nächste Generation der EU-Jugendziele dienen.

 

Zum vollständigen Bericht der Jugendvertreter*innen

Konferenzergebnisse